Vor Abschluss und während der Laufzeit

Heute prüfen.
Später weniger Überraschungen.

Eine Vorsorgeentscheidung reicht oft über Jahrzehnte. Prüfen Sie neben Rendite und Zulagen auch Gesamtkosten, Vertragsbedingungen, die Beteiligten und Ihre Möglichkeiten, auf Veränderungen zu reagieren.

Was unsere Simulationen leisten – und was offen bleibt.

Die Rechner zeigen mathematische Szenarien unter Ihren gewählten Annahmen. Sie sind keine Vorhersage, keine Zusage eines Anbieters und keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Eine gleichmäßige Modellrendite bildet reale Kursschwankungen, Krisen, veränderte Zinsen und die Reihenfolge tatsächlicher Erträge nicht ab. Frühere Renditen sichern keine künftigen Erträge.

Im Vorsorge-Szenario bleiben Sparrate, Rendite, Kostenquote und modellierte Zulagen über die Laufzeit unverändert. Es rechnet nominal vor Steuern; Inflation, individuelle Förderberechtigung, Kinderzulagendauer und künftige Änderungen von Förderung oder Recht werden nicht automatisch berücksichtigt. Der Kostenregler ist eine vereinfachte jährliche Renditeminderung, keine vollständige Prüfung eines konkreten Angebots. Zusätzliche Steuererstattungen und der Berufseinsteigerbonus fehlen. Beiträge und Zulagen fließen im Modell am Monatsanfang; die reale Zulagengutschrift kann später erfolgen. Der Jahresfaktor nach Kosten wird geometrisch auf zwölf Monate verteilt. Das Modell unterstellt unmittelbare Förderberechtigung; die Ehepartnerförderung wird nicht separat berechnet.

Der Förderpuffer vergleicht Eigenbeitrag plus investierte Zulagen nach einem angenommenen Verlust mit Ihrem Eigenbeitrag. Bisherige Anlagegewinne, Kosten, Steuern, Inflation und Einzahlungszeitpunkte fehlen in dieser einfachen Gegenüberstellung. Die nominale schwarze Null bedeutet deshalb weder Kaufkrafterhalt noch eine garantierte oder frei verfügbare Auszahlung. Die zusätzliche Erholungssimulation berücksichtigt die eingegebenen Kosten und Inflation, aber keine Zulagen, Steuern oder Entnahmen.

Politische Entscheidungen, Wirtschaftsbedingungen, Produktänderungen, Übernahmen und neue Vertragskonditionen sind in keinem der Rechner als zukünftige Ereignisse modelliert. Rechnen Sie mehrere Szenarien und prüfen Sie die tatsächlichen Produktunterlagen, bevor Sie aus einem Modellwert eine Entscheidung ableiten.

Warum Vorsorgerechner unterschiedliche Ergebnisse liefern.

Ein Rechnervergleich braucht identische Annahmen: 37 Sparjahre, 150 € monatlicher Eigenbeitrag, keine Kinderzulage, 6 % Jahresrendite vor insgesamt 0,3 Prozentpunkten Kosten. Damit sind 66.600 € eigene Beiträge und 19.980 € Modellzulagen angesetzt. Zusätzliche Steuererstattungen werden nicht wiederangelegt. Die folgenden Werte sind nominale Ansparwerte vor Auszahlungssteuern, keine Nettorenten.

Gegenprobe unseres Beispiels mit öffentlich bedienbaren Rechnern
RechnerAnsparwertEinordnung
RMR · dieses Modell286.702 €Beiträge und Modellzulagen monatlich zu Monatsbeginn; geometrische Monatsrendite.
Finanzfluss278.186 €Alle Jahresbeiträge und Zulagen am Jahresende. 6 % ETF-Rendite nach Fondskosten, 0,3 Prozentpunkte zusätzliche Depotkosten; auf dieselbe Ansparrendite von 5,7 % abgeglichen. Steuerersparnis: konsumieren.
finanzen.net294.043 €Alle Jahresbeiträge und Zulagen am Jahresanfang; 5,7 % nach Kosten. Steuererstattung: ausgeben, nicht mitgerechnet.
Finanztip283.284 €Detailwert „Endkapital (brutto)“. Die Anzeige „Brutto-Vermögen“ beträgt im Test 287.191 € und enthält zusätzlich 3.907 € Steuerersparnis bei 35.000 € Bruttojahreseinkommen. Die verbleibende Differenz zum RMR-Modell ist hier nicht vollständig aufgeschlüsselt.
AllianzKein langfristiger EndwertVergleicht die jährliche alte und neue Förderung einschließlich vereinfachter Steuerwirkung. Dieser Rechner beantwortet eine andere Frage.

Mathematisch nachvollzogen: Die Finanzfluss- und finanzen.net-Werte lassen sich mit derselben Jahresrendite und denselben Zahlungen exakt nachrechnen, wenn die jeweilige Verbuchung am Jahresende bzw. Jahresanfang übernommen wird. Unterschiede sind damit kein Beweis für einen Rechenfehler. Bei Finanztip wurde der ausgewiesene Depotwert abgelesen; eine vollständige Reproduktion seiner Berechnungslogik ist damit nicht behauptet.

Die bisherigen RMR-Monate verwendeten Jahresrendite geteilt durch zwölf. Dadurch ergab sich bei 5,7 % eine tatsächliche Modelljahresrendite von rund 5,85 %. Mit der korrigierten geometrischen Umrechnung sinkt das Standardbeispiel von 296.940 € auf 286.702 €. Die Formel am Rechner zeigt diese Änderung.

Diese Angaben vor jedem Vergleich abgleichen

Fremdrechner können ihre Berechnung ändern. Nutzen Sie die verlinkten Methodikhinweise und Ihre tatsächlichen Produktunterlagen. Die Tabelle dokumentiert einen gemeinsamen Modellfall und ist keine Rangliste der Anbieter.

Ihre Checkliste für eine lange Laufzeit.

Die Häkchen helfen bei der aktuellen Durchsicht. Sichern Sie die zugehörigen Unterlagen separat und prüfen Sie die Punkte erneut, wenn sich Preise, Produkte oder Vertragsbedingungen ändern.

Effektive Kosten: mehr als die ETF-Gebühr.

Für eine Entscheidung zählt die Wirkung aller Kosten auf das Endvermögen. Sammeln Sie zunächst sämtliche Positionen, ihren Zeitpunkt und ihre Berechnungsbasis. Prozentgebühren auf das Depotvermögen, feste Jahresgebühren und Entgelte pro Ausführung wirken unterschiedlich. Vermeiden Sie Doppelzählungen, etwa wenn Fondsverwaltung schon in den laufenden Fondskosten enthalten ist.

Frei gewähltes Jahresbeispiel bei 10.000 € durchschnittlichem Depotwert
KostenpositionAnnahmeJahresbetrag
Laufende Fondskosten0,20 %20 €
Separate Verwaltungsgebühr0,30 %30 €
Depot-/Kontoführung2 € monatlich24 €
Sparplanausführung12 × 1 €12 €
Summe dieser Positionen86 € / 10.000 €0,86 %

Das ist eine illustrative Jahreskostenquote, kein Anbieterangebot und keine vollständige Effektivkostenberechnung. Spreads, weitere Transaktionskosten, einmalige Abschluss- und spätere Ausstiegskosten sind hier nicht angesetzt. Der durchschnittliche Depotwert ist eine Annahme; bei kleineren Beständen wiegen fixe Gebühren stärker.

Für die gesamte Laufzeit sind zwei Zahlungsstrommodelle mit identischen Einzahlungen und Bruttorenditen sinnvoll: eines ohne und eines mit sämtlichen Kosten zu ihren jeweiligen Zeitpunkten. Vergleichen Sie Endvermögen und annualisierte Rendite; die Differenz der Renditen zeigt die Kostenwirkung in Prozentpunkten pro Jahr. Nutzen Sie zusätzlich die ausgewiesene Renditeminderung bzw. Effektivkosten des konkreten Produkts und prüfen Sie, welche Produkt- und Dienstleistungskosten sie erfasst.

Im Vorsorge-Rechner lässt sich eine aus diesen Unterlagen abgeleitete jährliche Kostenannahme als vereinfachtes Szenario verwenden. Fixe Gebühren, wechselnde Preise und einmalige Kosten werden damit nicht einzeln nachgebildet. Fondsrenditen nach Fondskosten dürfen nicht erneut um dieselben Fondskosten reduziert werden.

Eine Marke ist keine Zusage für Jahrzehnte.

Die frühe Onlinebroker-Generation zeigt, dass sich Anbieterstrukturen verändern: BNP Paribas kündigte 2002 die Übernahme von Consors und die Zusammenführung mit Cortal an. Das ist ein konkretes Beispiel der damaligen Konsolidierung, kein Beleg für das Scheitern eines heutigen Anbieters.

Die sinnvolle Frage lautet deshalb nicht nur: „Gibt es die Marke in zehn Jahren noch?“ Entscheidend ist auch, wie Verwahrung, Betreuung und Übertragung bei einem Wechsel organisiert sind. Bei regulären Investmentfonds ist Fondsvermögen rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Wertpapiere im Kundendepot und Geld auf einem Verrechnungskonto unterliegen unterschiedlichen Schutzmechanismen. Das schützt nicht vor Marktverlusten und schließt Verzögerungen oder Aufwand bei einer Abwicklung nicht aus. Produktart, Vertragsstruktur und anwendbares Recht sind maßgeblich.

Historische Primärquelle: BNP Paribas zur Consors-Übernahme 2002

Weiterführende Quellen

Zum Vorsorge-Szenario · Zum Förderpuffer