Was ist ein Depot?
Und wann gibt es Förderung?
Stellen Sie sich ein Depot wie einen digitalen Aufbewahrungsordner vor. Darin liegen Ihre Wertpapiere. Ihr Geld und Ihre Wertpapiere haben dabei unterschiedliche Plätze.
Die wichtigsten Wörter – ganz einfach.
| Begriff | Einfach erklärt |
|---|---|
| Depot | Hier werden Ihre Wertpapiere verwahrt und Ihre Bestände angezeigt. Es ist kein Sparkonto mit einem festen Zins. |
| Verrechnungskonto | Hier liegt Geld für Käufe oder aus Verkäufen. Beim Kauf wird daraus Geld gegen Wertpapiere getauscht. Kontoguthaben und Wertpapiere sind unterschiedlich geschützt. |
| Depotbank | Die Bank, die Ihre Wertpapiere verwahrt. Sie kann eine andere Firma sein als die Marke Ihrer App. |
| Broker | Ein Dienstleister, über den Sie Wertpapiere kaufen und verkaufen können. Wer Anbieter, Vertragspartner und Depotbank ist, steht in den Unterlagen. |
| ETF | Ein börsengehandelter Fonds. Viele ETFs enthalten Anteile an zahlreichen Unternehmen – wie ein Korb mit vielen einzelnen Anlagen. Sein Wert kann steigen und fallen. |
| Sparplan | Ein regelmäßiger Kauf: zum Beispiel jeden Monat für 150 €. Welche Wertpapiere dafür gekauft werden, hängt vom gewählten Produkt ab. |
Ein einfaches Beispiel: Sie zahlen 150 € ein. Der Anbieter kauft damit die ausgewählten Fondsanteile. Diese erscheinen im Depot. Fällt ihr Marktwert später auf 120 €, besitzen Sie weiterhin die Anteile, aber sie sind zu diesem Zeitpunkt weniger wert. Ein Depot verhindert solche Verluste nicht.
Was bei Anbieterwechsel und Verwahrung zählt · BaFin: Schutz von Guthaben und Wertpapieren
Ein Depot allein bringt noch keine staatliche Zulage.
Für das geförderte Altersvorsorgedepot brauchen Sie persönliche Förderberechtigung und einen zertifizierten Altersvorsorgevertrag. Ein normales Wertpapierdepot reicht dafür nicht. Die neuen Produkte können ab 1. Januar 2027 angeboten werden. Anbieter können beispielsweise Banken oder Versicherungen sein; eine Depotbank allein ist keine Fördervoraussetzung.
- Wer kann dazugehören? Beispielsweise rentenversicherungspflichtige Beschäftigte und Auszubildende. Für Beamte, bestimmte Selbstständige mit abgegebener Steuererklärung und Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgung gelten zusätzliche Voraussetzungen.
- Wie viel muss ich einzahlen? Für die Grundzulage mindestens 120 € im Jahr. Beim unmittelbar Berechtigten ergeben 1.800 € Jahresbeitrag bis zu 540 € Grundzulage.
- Und Ehepartner? Eine mittelbare Berechtigung ist unter weiteren Bedingungen möglich. Dafür gelten eigene Regeln; die Grundzulage beträgt höchstens 175 €.
Zertifizierung bestätigt gesetzliche Produktanforderungen, keine Rendite oder wirtschaftliche Sicherheit. Die vollständigen Voraussetzungen stehen in der amtlichen BMF-FAQ.
So gehen Sie Schritt für Schritt vor.
- Zuerst verstehen und prüfen: Welche Förderberechtigung trifft auf Sie zu? Lassen Sie offene Fragen anhand der amtlichen Regeln klären.
- Das konkrete Angebot ansehen: Ist genau dieser Vertrag zertifiziert? Wer wird Ihr Vertragspartner, wer verwahrt die Wertpapiere? Fragen Sie nach dem Nachweis – eine Warteliste oder Werbeaussage genügt nicht.
- Vor dem Abschluss die Checkliste durchgehen: Kosten in Euro, Folgepreise, AGB, Pausen und Wechselmöglichkeiten vergleichen. Bewahren Sie die Unterlagen auf.
- Eröffnung und Förderverfahren klären: Der Anbieter beschreibt Identitätsprüfung, Einzahlung und erforderliche Daten. Fragen Sie, wie Zulagen beantragt werden, welche Einwilligungen nötig sind und wie Sie Änderungen melden. Geld nur auf das eindeutig Ihrem Vertrag zugeordnete Konto überweisen.
- Danach regelmäßig nachsehen: Stimmen Beiträge, Zulagen und Kosten? Haben sich Beruf, Familie oder Vertragsbedingungen geändert? Prüfen Sie die Abrechnungen und das elektronische Postfach.
Vorher überlegen: Welches Geld benötigen Sie für Alltag und unerwartete Ausgaben? Eine langfristige Vorsorgeanlage ist kein frei verfügbares Notfallkonto. Lassen Sie sich Entnahmebedingungen und mögliche Förderfolgen vor Vertragsabschluss erklären.
Zur Vorsorge-Checkliste · Ein Sparszenario ausprobieren · Verluste und Förderung verstehen